Arbeitsgruppe Migration/Integration des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE)Die Bundesgeschäftsstelle des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement (BBE) wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der Träger der Bundesgeschäftsstelle ist der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. KontaktBundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) Selbstverständnis und Anliegen der ArbeitsgruppeDie Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von und mit Migrant(inn)en muss als eine Querschnittsaufgabe sowohl der Engagementpolitik als auch der Arbeit des Bundesnetzwerks verstanden werden. Insofern findet das Thema Berücksichtigung in allen Arbeitsgruppen des Netzwerks. Es hat sich aber dennoch gezeigt, dass die Verankerung des Themas Migration/Integration als Querschnittthema im Sinne eines interkulturellen Mainstreaming in Politik und Praxis noch nicht weit fortgeschritten ist und daher eine eigenständigen Arbeitsgruppe, die das Themengebiet „bürgerschaftliches Engagement in der Einwanderungsgesellschaft“ behandelt, weiterhin nötig ist, um die unterschiedlichen Facetten des Themenbereichs zu bündeln und gezielt Handlungs- und Förderstrategien zu entwickeln. Zentrale (Teil)Themen
Arbeitsweise und Struktur der AGDie Arbeitsgruppe Migration/Integration nahm im Mai 2003 ihre Arbeit auf und tagt seitdem 4-mal im Jahr. Sie ist sehr heterogen zusammengesetzt, ihre Mitglieder vertreten Wohlfahrts-, Kultur- und Jugendverbände, Migrantenorganisationen, Stiftungen, Kommunen und Bundesländer, Vereine und Verbände in der praktischen Arbeit für/mit Migrant(inn)en und wissenschaftliche Institute. Darüber hinaus nehmen je eine Vertreterin der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge an der AG teil. Dadurch werden die unterschiedlichsten Perspektiven in die AG eingebracht. Die Arbeitsgruppe zählt 25 aktive Mitglieder und einen Verteiler von weiteren 20 Interessierten. ArbeitsvorhabenAbgeschlossene Projekte
Am 2. Dezember 2006 fand in Oberhausen der Workshop "Qualifizierungs- und Weiterbildungsbedarfe von Migrantenselbstorganisationen" mit Förderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und das nordrhein-westfälische Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration statt. Projektträger war das BBE. Die Dokumentation des Workshops findet sich unter www.b-b-e.de.
Die AG Migration/Integration war deutscher Beirat
im Rahmen des europäischen Projekts "INVOLVE" (06/2005-12/2006) zum
Thema bürgerschaftliches Engagement von Drittstaatenangehörigen in
Europa, finanziert durch die Generaldirektion Justiz, Freiheit und
Sicherheit der Europäischen Kommission. Projektverantwortlich war
Volunteering England, deutscher Projektpartner INBAS-Sozialforschung und
das Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge, das auch eine
Kofinanzierung für das Projekt übernommen hatte. Die AG-Mitglieder
hatten in diesem Projekt die Gelegenheit, mit Kolleg(inn)en aus dem
dritten Sektor und kommunalen/regionalen/nationalen Behörden aus weiteren
sechs europäischen Ländern auf insgesamt drei Tagungen zusammenzukommen
und sich über Bedingungen und Förderung von bürgerschaftlichem
Engagement von Migrant(inn)en in Europa auszutauschen. Die einzelnen Länderberichte
und der europäische Abschlussbericht stehen unter www.involve-europe.eu
zum Download zur Verfügung. Laufende und geplante Projekte und Aktivitäten
Die Arbeitsgruppe plant in Kooperation mit der
Landeshauptstadt Hannover die Initiierung eines bundesweiten zweitätigen
Erfahrungsaustauschs auf Grundlage einer vergleichenden Analyse
unterschiedlichster Integrations-Lotsen-Projekte in Deutschland inkl.
einer Dokumentation im Herbst 2007. Das Projekt wird von
INBAS-Sozialforschung durchgeführt und von der Robert
Bosch Stiftung gefördert.
Die Mitgliedsorganisationen des BBE sollen nach ihrer Einbindung von MigrantInnen und der Förderung ihres Engagements befragt werden. Der Geschäftsstelle des BBE liegt eine Projektskizze vor. Der revidierte Zeitplan sah die Entwicklung eines Arbeits- und Finanzplans im Herbst 2006 vor, aufgrund weiterer Vorhaben ist dieses nun ins Frühjahr 2007 verschoben worden. Insgesamt beschäftigt sich die Arbeitsgruppe umfassend mit Fragen der Organisationsentwicklung der Verbände, vor allem mit deren interkulturellen Öffnung.
Das Ziel einer stärkeren Einbeziehung von Migrantenorganisationen steht weiterhin im Mittelpunkt der Diskussionen. Dazu werden auch die Finanzierungs- und Beteiligungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen diskutiert, die eine Teilnahme ermöglichen könnten. Mittlerweile nehmen der Bundesausländerbeirat und der Verband ZMO regelmäßig an den Sitzungen teil. Mit weiteren Migrantenselbstorganisationen wurde Kontakt aufgenommen.
Befassung mit dem Nationalen Integrationsplan – Planungen zur Aktionswoche 2007 – Planung einer Sitzung zum Thema illegale Migration und Engagement – Kontaktaufnahme/Kooperation mit den Infrastruktureinrichtungen im Freiwilligenbereich |
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