Arbeitsgruppe Migration/Integration des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE)

Die Bundesgeschäftsstelle des Bundesnetzwerkes Bürgerschaftliches Engagement (BBE) wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der Träger der Bundesgeschäftsstelle ist der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Kontakt

Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)
- Bundesgeschäftsstelle -
Michaelkirchstr. 17–18
10179 Berlin-Mitte
Tel.: (030) 6 29 80 - 110
Fax: (030) 6 29 80 - 151
E-Mail: info@b-b-e.de 
Internet: www.b-b-e.de 

Selbstverständnis und Anliegen der Arbeitsgruppe

Die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von und mit Migrant(inn)en muss als eine Querschnittsaufgabe sowohl der Engagementpolitik als auch der Arbeit des Bundesnetzwerks verstanden werden. Insofern findet das Thema Berücksichtigung in allen Arbeitsgruppen des Netzwerks. Es hat sich aber dennoch gezeigt, dass die Verankerung des Themas Migration/Integration als Querschnittthema im Sinne eines interkulturellen Mainstreaming in Politik und Praxis noch nicht weit fortgeschritten ist und daher eine eigenständigen Arbeitsgruppe, die das Themengebiet „bürgerschaftliches Engagement in der Einwanderungsgesellschaft“ behandelt, weiterhin nötig ist, um die unterschiedlichen Facetten des Themenbereichs zu bündeln und gezielt Handlungs- und Förderstrategien zu entwickeln.

Zentrale (Teil)Themen

  • Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von und mit Migrant(inn)en in Migrantenselbstorganisationen, Nichtregierungsorganisationen, Wohlfahrtsverbänden, Infrastruktureinrichtungen des Freiwilligensektors, sowohl in formellen wie in informellen und nicht-organisierten Gruppen oder Communities
  • Förderung der Wahrnehmung und Anerkennung des Engagements von Migrant(inn)en, sowohl im Bereich der Migrantenselbstorganisationen als auch im traditionellen Freiwilligensektor
  • Erweiterung des Verständnisses und der Wissensbasis von bürgerschaftlichem Engagement unter Berücksichtigung der Lebenssituation von Migrant(inn)en
  • Interkulturelle Öffnung der Freiwilligendienste
  • Weiterbildung, Qualifizierung und Unterstützung von Migrantenselbstorganisationen
  • Förderung der Vernetzung von Migrantenselbstorganisationen und anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren vor allem auf kommunaler Ebene
  • Verzahnung der Arbeitsgruppenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen des BBE

Arbeitsweise und Struktur der AG

Die Arbeitsgruppe Migration/Integration nahm im Mai 2003 ihre Arbeit auf und tagt seitdem 4-mal im Jahr. Sie ist sehr heterogen zusammengesetzt, ihre Mitglieder vertreten Wohlfahrts-, Kultur- und Jugendverbände, Migrantenorganisationen, Stiftungen, Kommunen und Bundesländer, Vereine und Verbände in der praktischen Arbeit für/mit Migrant(inn)en und wissenschaftliche Institute. Darüber hinaus nehmen je eine Vertreterin der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge an der AG teil. Dadurch werden die unterschiedlichsten Perspektiven in die AG eingebracht. Die Arbeitsgruppe zählt 25 aktive Mitglieder und einen Verteiler von weiteren 20 Interessierten.

Arbeitsvorhaben

Abgeschlossene Projekte
  • Workshop mit Migrantenselbstorganisationen 2006

Am 2. Dezember 2006 fand in Oberhausen der Workshop "Qualifizierungs- und Weiterbildungsbedarfe von Migrantenselbstorganisationen" mit Förderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und das nordrhein-westfälische Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration statt. Projektträger war das BBE. Die Dokumentation des Workshops findet sich unter www.b-b-e.de.

  • EU-Projekt INVOLVE

Die AG Migration/Integration war deutscher Beirat im Rahmen des europäischen Projekts "INVOLVE" (06/2005-12/2006) zum Thema bürgerschaftliches Engagement von Drittstaatenangehörigen in Europa, finanziert durch die Generaldirektion Justiz, Freiheit und Sicherheit der Europäischen Kommission. Projektverantwortlich war Volunteering England, deutscher Projektpartner INBAS-Sozialforschung und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das auch eine Kofinanzierung für das Projekt übernommen hatte. Die AG-Mitglieder hatten in diesem Projekt die Gelegenheit, mit Kolleg(inn)en aus dem dritten Sektor und kommunalen/regionalen/nationalen Behörden aus weiteren sechs europäischen Ländern auf insgesamt drei Tagungen zusammenzukommen und sich über Bedingungen und Förderung von bürgerschaftlichem Engagement von Migrant(inn)en in Europa auszutauschen. Die einzelnen Länderberichte und der europäische Abschlussbericht stehen unter www.involve-europe.eu zum Download zur Verfügung. 
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Laufende und geplante Projekte und Aktivitäten
  • Bundesweiter Erfahrungsaustausch über Integrations-Lotsen-Projekte 2007

Die Arbeitsgruppe plant in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover die Initiierung eines bundesweiten zweitätigen Erfahrungsaustauschs auf Grundlage einer vergleichenden Analyse unterschiedlichster Integrations-Lotsen-Projekte in Deutschland inkl. einer Dokumentation im Herbst 2007. Das Projekt wird von INBAS-Sozialforschung durchgeführt und von der Robert Bosch Stiftung gefördert. 
> zur Projektdarstellung

  • Organisationsentwicklung der Verbände – Befragung der Mitgliedsorganisationen des BBE

Die Mitgliedsorganisationen des BBE sollen nach ihrer Einbindung von MigrantInnen und der Förderung ihres Engagements befragt werden. Der Geschäftsstelle des BBE liegt eine Projektskizze vor. Der revidierte Zeitplan sah die Entwicklung eines Arbeits- und Finanzplans im Herbst 2006 vor, aufgrund weiterer Vorhaben ist dieses nun ins Frühjahr 2007 verschoben worden. Insgesamt beschäftigt sich die Arbeitsgruppe umfassend mit Fragen der Organisationsentwicklung der Verbände, vor allem mit deren interkulturellen Öffnung.

  • Einbindung von Migrantenorganisationen

Das Ziel einer stärkeren Einbeziehung von Migrantenorganisationen steht weiterhin im Mittelpunkt der Diskussionen. Dazu werden auch die Finanzierungs- und Beteiligungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen diskutiert, die eine Teilnahme ermöglichen könnten. Mittlerweile nehmen der Bundesausländerbeirat und der Verband ZMO regelmäßig an den Sitzungen teil. Mit weiteren Migrantenselbstorganisationen wurde Kontakt aufgenommen.

  • Weitere Tagesordnungspunkte

Befassung mit dem Nationalen Integrationsplan – Planungen zur Aktionswoche 2007 – Planung einer Sitzung zum Thema illegale Migration und Engagement – Kontaktaufnahme/Kooperation mit den Infrastruktureinrichtungen im Freiwilligenbereich

 


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